Mitmachen: Gemeinsam Arten schützen
Ehrenamtliches Engagement unterstützen wir!
Engagieren Sie sich ehrenamtlich mit weiteren Naturbegeisterten – zahlreiche Vereine, Verbände und Interessensgemeinschaften im Land bieten die Möglichkeit an tollen Natur- und Artenschutzprojekten mitzuwirken. Egal ob um die Pflege von alten Streuobstwiesen oder gemeinsame Exkursionen mit Schulkindern in ein Naturschutzgebiet geht: Ihr Engagement zählt!
Auch können Sie selbst in Sport- oder Kulturvereinen für ein Projekt werben oder einen eigenen Wettbewerb (z.B. blütenreiche Vereinshäuser) starten. Die Aktion Grün lebt von den Ideen und der Zusammenarbeit vieler Menschen. Wenn Sie und Ihr Verein eine gute Idee haben, informieren Sie sich hier:
Was können Sie persönlich tun? Wir haben ein paar Ideen für Sie!
Der Rückgang der Zahl der Insekten hat seine Ursache unter anderem auch im Zustand und der Gestaltung unserer Wohnquartiere und Grundstücke. Dabei spielen Insekten eine überlebenswichtige Rolle in der Natur und für uns Menschen – sei es als bestäubende Insekten für die Fortpflanzung fast aller bei uns heimischen Blütenpflanzen oder als Nahrung für verschiedene Tiere.
Zahlreiche Insekten betätigen sich als Nützlinge im Garten oder unserer Landwirtschaft bei der natürlichen Bekämpfung von Schädlingen. Deshalb sollten Sie getrost auf den Einsatz der chemischen Keule verzichten – nutzen Sie stattdessen biologische Möglichkeiten z.B. durch eine passende Durchmischung unterschiedlicher Pflanzenarten oder die gezielte Förderung von Lebensräumen von Nützlingen. Schütten Sie doch einfach mal einen Sack Bausand in einem lichtdurchfluteten Teil ihres Gartens aus und beobachten wie sich im Frühjahr und Sommer zunehmend Wildbienen Bruthöhlen graben und so die Bestäubung ihrer Gartenpflanzen unterstützen.
Auch andere Bewohner helfen bei der Bekämpfung von Schadinsekten: Stellen Sie einfach Vogelnistkästen auf und schütten Sie Reisig für Igel zur Ausstattung eines Biogartens zu einem Haufen zusammen.
Insgesamt geht die Tendenz zu naturnahen Lebensräumen in den Hausgärten zurück, stattdessen nehmen Pestizideinsatz und naturferne „Steingärten“ zu. Dieser Trend zu „sauberen“ Gärten vernichtet den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage vieler Tiere. Dabei könnte es so einfach sein: Verzichten Sie auf Zierkies und Thujapflanzen, lassen Sie den Rasenmäher abseits der Wege einfach mal sechs Monate im Schuppen und legen Sie stattdessen vielfältige Beete mit Sträuchern, Stauden und Kräutern an. Durch die Anlage artenreicher Naturgärten mit Staudenbeeten und heimischen Blühmischungen schaffen Sie Nahrungs- und Bruthabitate für zahlreiche Bienen, Vögel und Schmetterlinge.
Auch die Möglichkeiten der attraktiven Gestaltung sind vielfältig – von der Natursteinmauer über die Kräuterspirale, von Blütensträuchern und Blühpflanzen bis hin zu Sandhaufen und Totholz.
Jede Bürgerin und jeder Bürger kann durch eine geeignete Garten-, Balkon- oder Terrassengestaltung die „Aktion Grün“ unterstützen. Schaffen Sie blühende Flächen in Ihrem Garten: durch artenreiche Blumenrabatte und Staudenbeete, durch Ecken mit Wildkräutern und ungemähten Blumeninseln im Rasen.
Setzen Sie auf Kräuterrasenmischungen bei der Nachsaat oder der Neuanlage von Rasenflächen und lassen Sie in wilden Ecken Brennnessel, Gräser und Klee einfach wachsen. Zu Jahresbeginn sind Frühblüher für viele Insekten überlebensnotwendig. Daher sollte der insektenfreundliche Garten auf jeden Fall eine Auswahl von Schneeglöckchen, Buschwindröschen oder Narzissen enthalten.
Insekten sind auch für uns Menschen überlebensnotwendig. Ohne sie wäre unsere Natur nicht so reich und vielfältig. Sie sind ein wichtiger Baustein in der Nahrungskette und leisten als Bestäuber von Nutzpflanzen oder Schädlingsregulatoren einen unerlässlichen Beitrag zur Nahrungssicherheit des Menschen. Daneben dienen naturnahe Gärten auch als Rückzugsort für manche bedrohte Tier- und Pflanzenart, da Sie durch unsere intensive Landnutzung unter hohem Überlebensdruck stehen.
Nicht zu vergessen: Zur Lebensqualität tragen sie auch häufig schon allein mit ihrer Schönheit bei.